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Nokia wurde 1865 als Holzschliff-Fabrik gegründet und war über Jahrzehnte ein Mischkonzern: Gummi, Kabel, Fernseher, ab 1981 sogar Mikrocomputer. Als Jorma Ollila 1992 Konzernchef wurde, zwei Jahre nachdem er die Mobiltelefonsparte übernommen hatte, steckte das Unternehmen nach internen Streitigkeiten seit Jahren in einer Finanzkrise. Seine Antwort war Fokus: Nokia sollte ein Telekommunikationsunternehmen werden – und sonst nichts.
Ein Konzern trennt sich von seiner Vergangenheit
Der Fokus zahlt sich aus
Die andere Seite
Nachdem 2007 das iPhone und ein Jahr später das erste Android-Smartphone erschienen waren, brach Nokias Marktanteil stark ein; ab 2011 sanken auch die Verkäufe der Symbian-Smartphones. Im April 2014 ging die Handysparte für rund 5,4 Milliarden Euro an Microsoft. Ollilas Nachfolger als Verwaltungsratschef, Risto Siilasmaa, gab ihm 2018 eine Mitschuld am Niedergang – Ollila wies das als übertrieben und unwahr zurück. Fokus kann in Tunnelblick kippen, wenn die Neugier für das Neue fehlt.
Was du daraus lernen kannst
- Bewusst weglassenFokus entsteht erst, wenn du dich von Dingen trennst, die auch funktionieren könnten.
- Erfolg prüfenJe besser dein Kerngeschäft läuft, desto mehr Neugier brauchst du für das, was es ablösen könnte.
- Schwerpunkt hinterfragenFrage regelmäßig nicht nur, ob du deinen Fokus gut umsetzt, sondern ob er noch der richtige ist.