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Beispiel zum WertVielfaltsoffenheit (40)

Kunst, Kultur & Sport

Wie Branch Rickey mit Jackie Robinson die Rassenschranke im Baseball durchbrach

Ein Klubchef nahm 1945 einen schwarzen Spieler unter Vertrag und brachte ihn 1947 in die Major League, die bis dahin nur Weiße zuließ.

Ein gleichförmiger Kreis öffnet goldene Tore, ganz verschiedene Punkte kommen herein und machen ihn weiter und reicher. Zerfällt er ganz, treibt alles auseinander – bis eine gemeinsame Mitte die Vielen wieder hält.
Kurz gesagt

Ein Klubchef nahm 1945 einen schwarzen Spieler unter Vertrag und brachte ihn 1947 in die Major League, die bis dahin nur Weiße zuließ. Das Beispiel zeigt Vielfaltsoffenheit als bewusste Entscheidung gegen Widerstände – mit klarem Blick auf den Preis, den andere dafür zahlen.

1 Min. Lesezeit3 AbschnitteSituationBezug zum Wert
Inhalt

Branch Rickey war Präsident und Generalmanager der Brooklyn Dodgers. Er ließ gezielt in den Negro Leagues nach einem Spieler suchen, der die Rassentrennung in der Major League Baseball überwinden könnte. Seine Wahl fiel auf Jackie Robinson. Ihre Geschichte zeigt, was es heißt, eine Gemeinschaft für Menschen zu öffnen, die bisher ausgeschlossen waren.

Eine Reihe gleicher Punkte öffnet eine Lücke für einen goldenen – wie Branch Rickey und Jackie Robinson.
Eine Reihe gleicher Punkte öffnet eine Lücke für einen goldenen – wie Branch Rickey und Jackie Robinson.

Das Gespräch im August 1945

Situation
Am 28. August 1945 sprach Rickey rund drei Stunden mit Robinson. Er fragte, ob dieser rassistische Anfeindungen ertragen könne, ohne wütend zu reagieren. Robinson fragte zurück, ob Rickey einen Schwarzen suche, der Angst habe, sich zu wehren. Rickey antwortete, er brauche einen Spieler, der den Mut habe, nicht zurückzuschlagen.
Bezug zum Wert
Rickey wusste, dass Offenheit allein nicht reicht. Sie braucht Menschen, die die Anfeindungen durchstehen, und jemanden, der sich hinter sie stellt.

Gegen Widerstände durchgesetzt

Situation
Robinson spielte zunächst 1946 für das Farmteam Montreal Royals. Als dessen Manager Rickey bat, Robinson woanders einzusetzen, lehnte Rickey ab. Am 15. April 1947 debütierte Robinson für die Dodgers. Als einige Mitspieler andeuteten, lieber nicht mit ihm zu spielen, stellte sich die Klubführung hinter Robinson. Noch im selben Jahr wurde er erster „Rookie of the Year“ der Liga.
Bezug zum Wert
Vielfaltsoffenheit wird erst glaubwürdig, wenn Führung auch dann zu ihr steht, wenn es unbequem wird.

Die andere Seite

Rickey zahlte den Kansas City Monarchs aus der Negro League keine Entschädigung für Robinson, weil er deren Verträge mangels Reserveklausel nicht als bindend ansah. Die Öffnung der großen Liga ging also auch auf Kosten der Institutionen, die schwarzen Spielern bis dahin eine Heimat geboten hatten.

Das nimmst du mit

Was du daraus lernen kannst

  1. Öffne bewusstVielfalt entsteht nicht von selbst, sie braucht eine Entscheidung.
  2. Steh hinter den NeuenWer Menschen in ein ablehnendes Umfeld holt, muss sie schützen.
  3. Sieh die KostenFrag, wer bei einer Öffnung etwas verliert – und wie du fair damit umgehst.
Zurück zur Grundlage

Lies nach, was hinter Vielfaltsoffenheit steckt – mit Wertematrix, Übertreibung, Forschung und Fragen zur Reflexion. Und schau dir die Schwester an: Zugehörigkeit.

Grundlage: das Buch WORK HEARTER von Titus Lindl und Tim Walter (2016) · Wertematrix nach dem Werte- und Entwicklungsquadrat von Friedemann Schulz von Thun · Mehr zum Ursprung

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