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30Zielwert

Teamgeist

„Ich denke und handle im Wir.“

Im Wir denken und handeln – gemeinsame Ziele über die eigene Profilierung stellen, Erfolge teilen und füreinander einstehen.

Punkte sammeln sich um eine gemeinsame goldene Mitte, ziehen zusammen und teilen jeden Erfolg. Wird das Wir zum starren Block, marschieren alle im Gleichschritt gegen die Wand – bis einer heraustritt und das Team wieder lebendig wird.
Kurz gesagt

Ich denke und handle im Wir.

Was Teamgeist bedeutetIm Wir denken und handeln – gemeinsame Ziele über die eigene Profilierung stellen, Erfolge teilen und füreinander einstehen.

Umfasst auchZusammenhaltKollegialitätTeamwork

Die Wertematrix

Teamgeist im Gleichgewicht

Teamgeist braucht Eigenständigkeit als Gegengewicht. Zu viel Teamgeist wird zu Unselbstständigkeit – der Weg zurück führt über Eigenständigkeit.

In Balance

Begriffe erklärt

Zielwert 30

Teamgeist

„Ich denke und handle im Wir.“

auch Team­fähigkeit, Wir-Gefühl

Gemeint ist die Bereitschaft, gemeinsame Ziele über eigene Profilierung zu stellen. Hilfreich, weil ein Team mehr erreicht als die Summe seiner Mitglieder.

In Balance mit: Eigenständigkeit. Zu viel davon: Unselbstständigkeit. Verneint durch: Teamunfähigkeit.

Schwestertugend S30

Eigen­ständigkeit

„Ich denke selbst und gehe auch eigene Wege.“

auch Autonomie, Selbst­ständigkeit

Gemeint ist innere Unabhängigkeit im Urteil und im Handeln. Hilfreich, weil ein Team von unterschiedlichen, selbstständigen Köpfen lebt.

In Balance mit: Teamgeist. Zu viel davon: Teamunfähigkeit. Verneint durch: Unselbstständigkeit.

Zur Seite Eigenständigkeit

Übertreibung von Teamgeist

Un­selbst­ständigkeit

„Ich mache, was die Gruppe macht.“

auch Gruppen­denken, Mitläufer­tum

Verneinung der Eigenständigkeit und zugleich überzogener Teamgeist. Grenzwertig, weil Gruppendruck Fehlentscheidungen begünstigt.

Übertreibung von: Teamgeist. Verneinung von: Eigenständigkeit. Entwicklungsrichtung: Eigenständigkeit.

Übertreibung von Eigenständigkeit

Team­un­fähigkeit

„Am besten mache ich es allein.“

auch Einzel­kämp­fer­tum, Eigenbrötelei

Verneinung des Teamgeists und zugleich überzogene Eigenständigkeit. Grenzwertig, weil Wissen, Kraft und Vertrauen im Team verloren gehen.

Übertreibung von: Eigenständigkeit. Verneinung von: Teamgeist. Entwicklungsrichtung: Teamgeist.

Vertiefung

Die Wertematrix im Detail

Sechs Themen zum Aufklappen – je nachdem, wie tief du einsteigen möchtest.

Die BegriffeTeamgeist · Eigenständigkeit · Unselbstständigkeit · Teamunfähigkeit

Zielwert

Teamgeist

auch Teamfähigkeit · Wir-Gefühl

Gemeint ist die Bereitschaft, gemeinsame Ziele über eigene Profilierung zu stellen. Hilfreich, weil ein Team mehr erreicht als die Summe seiner Mitglieder.

Schwestertugend

Eigen­ständig­keit

auch Autonomie · Selbstständigkeit

Gemeint ist innere Unabhängigkeit im Urteil und im Handeln. Hilfreich, weil ein Team von unterschiedlichen, selbstständigen Köpfen lebt.

Übertreibung von Teamgeist

Unselbstständigkeit

auch Gruppendenken · Mitläufertum

Verneinung der Eigenständigkeit und zugleich überzogener Teamgeist. Grenzwertig, weil Gruppendruck Fehlentscheidungen begünstigt.

Der Weg heraus: Richtung Eigenständigkeit

Übertreibung von Eigenständigkeit

Teamunfähigkeit

auch Einzelkämpfertum · Eigenbrötelei

Verneinung des Teamgeists und zugleich überzogene Eigenständigkeit. Grenzwertig, weil Wissen, Kraft und Vertrauen im Team verloren gehen.

Der Weg heraus: Richtung Teamgeist

Die ÜbertreibungWann Unselbstständigkeit sinnvoll sein kann – und woran man den Unterschied erkennt

Die Übertreibung des Teamgeists heißt Unselbstständigkeit (auch: Gruppendenken, Mitläufertum). Im Führungsalltag schadet sie meist – in manchen Lagen ist sie aber angemessen:

Glaube & Kirche

Im Kirchenchor ordnen die Sängerinnen und Sänger bei einem Requiem ihre Stimme ganz dem Dirigenten und dem Gesamtklang unter, auch wo sie eine Phrase gern anders gestalten würden. Im Ensemble ist das Einfügen selbst die Leistung.

Politik & Staat

Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr führt bei einem Wohnungsbrand genau aus, was die Einsatzleitung anordnet, und verzichtet auf eigenmächtige Ideen. Im Gefahrenbereich hat die Leitung den Überblick, und Alleingänge gefährden alle.

Woran man den Unterschied erkennt

Sich ganz einzufügen trägt, wenn die Leitung legitim ist, den besseren Überblick hat und die Lage keine Abstimmung in Ruhe zulässt. Die Grenze ist erreicht, wo man Warnsignale verschweigt, um nicht zu stören, oder bei Unrecht mitmacht, weil „alle es tun“ – dann wird aus Einfügen Mitläufertum.

Der Alltag7 Szenen aus dem Alltag: Wirtschaft · Politik & Staat · Medien · Bildung · Glaube & Kirche · Kunst, Kultur & Sport · Familie
Die HerkunftAltes Testament · China · Philosophie · Neues Testament · Jüdische Auslegung

Dass Teamgeist Eigenständigkeit als Gegengewicht braucht, ist keine neue Idee. Diese Stationen zeigen, wo Menschen das schon lange vor uns beschrieben haben – von den ältesten Quellen bis heute.

  1. 10.–2. Jh. v. Chr.
    Altes Testament
    Prediger

    Zwei haben es besser als einer, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht, Prediger 4,9–12

    2. Mose 17,12

    Als Mose die Hände nicht mehr hochhalten kann, stützen Aaron und Hur ihn von beiden Seiten – Führung braucht ein Team.

  2. 5. Jh. v. Chr.
    China
    Konfuzius

    Der Edle ist gesellig, aber nicht parteiisch, Lunyu 15.21

  3. 4. Jh. v. Chr.
    Philosophie
    Aristoteles

    Der Mensch ist von Natur auf Gemeinschaft angelegt, Nikomachische Ethik I

  4. 1. Jh.
    Neues Testament
    1. Korinther 12,21

    „Es kann das Auge nicht sagen zur Hand: Ich bedarf dein nicht.“

    Philipper 2,4

    „Ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was des andern ist.“

  5. um 200
    Jüdische Auslegung
    Mischna

    Hillel: „Sondere dich nicht von der Gemeinschaft ab“, Avot 2,4

  6. 1926–2016
    Wertematrix
    Hartmann · Helwig · Schulz von Thun · WEGVISOR

    Nicolai Hartmann legt 1926 den Grundgedanken, Paul Helwig gibt dem Wertequadrat seine Gestalt, Friedemann Schulz von Thun macht es 1989 als Werte- und Entwicklungsquadrat bekannt, WEGVISOR entwickelt daraus 2016 die Wertematrix für Führung.

    Zur Geschichte der Wertematrix
  7. 2017
    Forschung
    VIA-Stärkenforschung

    Teamwork als Charakterstärke, deren Über- und Untergebrauch eigens erhoben wurde, Freidlin, Littman-Ovadia & Niemiec, 2017.

Die Forschung2 Studien · 2003–2010
2 Studien2003–2010 Zeitraum
  1. 2010
    Studie

    Gruppen haben eine messbare „kollektive Intelligenz“: Sie hing kaum von der Intelligenz der Einzelnen ab, wohl aber von sozialer Sensibilität und davon, wie gleichmäßig die Mitglieder zu Wort kamen.

    Woolley, Chabris, Pentland, Hashmi & Malone, 2010
  2. 2003
    Studie

    Zusammenhalt geht mit besserer Leistung einher – besonders stark, wenn die Arbeit eng verzahnt ist.

    Beal, Cohen, Burke & McLendon, 2003
Die FragenYOUR HEART · 3 Fragen an dich
  1. Wann hast du zuletzt einen Erfolg so erzählt, dass das Team darin vorkam?
  2. Wen lässt du allein, weil du mit deinen eigenen Zielen beschäftigt bist?
  3. Und wo verwechselt ihr Harmonie mit Teamgeist?

Nimm dir Zeit für eine Frage. Schreib die Antwort auf – oder sprich mit jemandem darüber, dem du vertraust.

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Wertewappen

Teamgeist im Wappen

Farbe im Wappen: Gold

  • SymbolBienenkorb

    Der Bienenkorb ist ein altes Sinnbild für wohlgeordneten, gemeinsamen Fleiß, bei dem jede Biene ihren Teil zum Ganzen beiträgt. Wählst du ihn, betonst du ein Team, in dem jede Rolle zählt und alle zusammen mehr schaffen.

  • oder als AlternativeGänsezug

    Wildgänse fliegen in Formation und wechseln sich an der Spitze ab, ein modernes Bild für geteilte Führung. Er steht für dich, wenn du Verantwortung teilst, andere vorangehen lässt und weißt, dass ihr gemeinsam weiterkommt.

Drei bis sieben Kernwerte, jeder mit seinem Symbol: daraus entsteht dein persönliches Wappen – mit Wahlspruch und ausführlichem Report.

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Grundlage: das Buch WORK HEARTER von Titus Lindl und Tim Walter (2016) · Wertematrix nach dem Werte- und Entwicklungsquadrat von Friedemann Schulz von Thun · Mehr zum Ursprung

Häufige Fragen

Fragen zu Teamgeist

Was bedeutet Teamgeist?

Im Wir denken und handeln – gemeinsame Ziele über die eigene Profilierung stellen, Erfolge teilen und füreinander einstehen. Der Ich-Satz dazu: „Ich denke und handle im Wir.“

Was ist die Schwestertugend von Teamgeist?

Eigenständigkeit (S30). Gemeint ist innere Unabhängigkeit im Urteil und im Handeln. Hilfreich, weil ein Team von unterschiedlichen, selbstständigen Köpfen lebt.

Was ist die Übertreibung von Teamgeist?

Unselbstständigkeit (auch: Gruppendenken, Mitläufertum). Verneinung der Eigenständigkeit und zugleich überzogener Teamgeist. Grenzwertig, weil Gruppendruck Fehlentscheidungen begünstigt.

Wann ist die Übertreibung sinnvoll?

Sich ganz einzufügen trägt, wenn die Leitung legitim ist, den besseren Überblick hat und die Lage keine Abstimmung in Ruhe zulässt. Die Grenze ist erreicht, wo man Warnsignale verschweigt, um nicht zu stören, oder bei Unrecht mitmacht, weil „alle es tun“ – dann wird aus Einfügen Mitläufertum.

Was sagt die Forschung zu Teamgeist?

Gruppen haben eine messbare „kollektive Intelligenz“: Sie hing kaum von der Intelligenz der Einzelnen ab, wohl aber von sozialer Sensibilität und davon, wie gleichmäßig die Mitglieder zu Wort kamen (Woolley, Chabris, Pentland, Hashmi & Malone, 2010). Zusammenhalt geht mit besserer Leistung einher – besonders stark, wenn die Arbeit eng verzahnt ist (Beal, Cohen, Burke & McLendon, 2003).

Welche Beispiele gibt es für Teamgeist?

Zum Beispiel: Islands Fußball-Nationalmannschaft (EM 2016), Luis Urzúa (Mine San José, Chile).

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