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1968 veröffentlichten Robert Rosenthal und Lenore Jacobson ein Experiment, das als „Pygmalion-Effekt“ bekannt wurde. Die Frage: Verändern die Erwartungen von Lehrkräften die Leistung ihrer Schüler? Das Experiment wird bis heute zitiert, wenn es um die Wirkung von Zutrauen geht.
Ein Experiment an einer Grundschule
Was herauskam
Die andere Seite
Der Psychologe Robert L. Thorndike hielt das Testinstrument schon 1968 für ernsthaft fehlerhaft; ein Teil des Anstiegs könnte schlicht eine Rückkehr zum Mittelwert sein. Eine Meta-Analyse von Raudenbush (1984) fand den Effekt praktisch bei null, wenn Lehrkräfte ihre Schüler schon zwei Wochen kannten. Jussim und Harber kamen 2005 zu dem Schluss: Solche selbsterfüllenden Prophezeiungen gibt es, doch sie sind meist klein und vorübergehend. Wohlwollen wirkt, aber nicht wie Magie.
Was du daraus lernen kannst
- Zutrauen zeigenDeine Erwartungen an andere können beeinflussen, wie du mit ihnen umgehst – nutze das.
- Früh ansetzenWohlwollen wirkt besonders dort, wo du Menschen noch wenig kennst.
- Keine Wunder erwartenZutrauen allein verändert selten viel – die gemessenen Effekte sind meist klein und kurzlebig.